Jens Leon Tiedemann ist nicht nur der Ehemann der Schauspielerin Alexa Maria Surholt. Unter den Namensformen Jens León Tiedemann und Jens L. Tiedemann ist er als promovierter Psychologe, psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Dozent und Fachautor dokumentiert. Surholt selbst beschrieb ihren Mann in einem Interview als Psychoanalytiker mit eigener Praxis, Dozenten und Autor.
Bekannt wurde sein Name außerhalb der Fachwelt vor allem durch die langjährige Beziehung zu dem „In aller Freundschaft“-Star. Das Paar heiratete 2016 nach 28 gemeinsamen Jahren und hat einen erwachsenen Sohn namens Arthur. Ein aktuelles Joyn-Porträt bezeichnet Jens León Tiedemann weiterhin als Surholts Ehemann.
Die unterschiedlichen Schreibweisen gehören zusammen
In Online-Artikeln wird teilweise behauptet, Alexa Maria Surholts Ehemann dürfe nicht mit dem Psychotherapeuten Dr. Jens L. Tiedemann verwechselt werden. Die öffentlich zugänglichen Quellen sprechen jedoch klar gegen eine solche Trennung.
Joyn nennt den Ehemann der Schauspielerin mit vollem Namen Jens León Tiedemann. Alexa Maria Surholt erklärte gegenüber BUNTE, ihr Mann Jens arbeite als Psychoanalytiker, Dozent und Autor. Im Hochschulrepositorium der Freien Universität Berlin wiederum ist die psychologische Dissertation „Die intersubjektive Natur der Scham“ aus dem Jahr 2007 unter dem vollständigen Autorennamen Jens León Tiedemann verzeichnet.
Fachgesellschaft und Verlag verwenden überwiegend die verkürzte Form Dr. phil. Jens L. Tiedemann. Name, Beruf, akademische Laufbahn und der wiederholt genannte Bezug zu Berlin stimmen dabei überein. Die verschiedenen Schreibweisen sind daher kein belastbarer Hinweis auf zwei unterschiedliche Personen.
Sein Beruf ist öffentlich gut dokumentiert
Jens L. Tiedemann studierte Psychologie an der Freien Universität Berlin und promovierte in klinischer Psychologie. Seine Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, wie Scham in zwischenmenschlichen Beziehungen entsteht und welche Bedeutung sie in der Psychoanalyse besitzt. Die Arbeit wurde 2007 veröffentlicht.
Nach Angaben des Psychosozial-Verlags arbeitete Tiedemann mehrere Jahre in Suchtkliniken. Er absolvierte Ausbildungen in tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie sowie in körperpsychotherapeutischen Verfahren. Der Verlag führt ihn als psychologischen Psychotherapeuten, Psychoanalytiker, Körperpsychotherapeuten, Supervisor, Lehranalytiker und Dozenten.
Auch die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie, kurz DGPT, beschreibt ihn als langjährig niedergelassenen Therapeuten in Berlin-Kreuzberg. Er unterrichtet demnach an mehreren psychoanalytischen und psychotherapeutischen Ausbildungsinstituten und hält Vorträge sowie Workshops im In- und Ausland.
Damit ist die gelegentlich verbreitete Angabe, über seinen Beruf sei nichts bekannt, nicht haltbar. Nicht öffentlich dokumentiert sind vielmehr Details wie der genaue Verlauf einzelner beruflicher Stationen oder private Angaben aus seinem Alltag.
Mehr: David Bennent Ehefrau
Scham und zwischenmenschliche Beziehungen als Forschungsschwerpunkt
Im Mittelpunkt von Tiedemanns fachlicher Arbeit stehen Scham, Affektregulierung, Traumatisierung, Dissoziation und die Rolle des Körpers in der Psychoanalyse. Dabei betrachtet er psychische Vorgänge nicht nur als inneres Erleben eines einzelnen Menschen, sondern auch als Ergebnis zwischenmenschlicher Beziehungen.
Seine Dissertation bildete die Grundlage für das 2010 erschienene Buch „Die Scham, das Selbst und der Andere“. Darin untersucht Tiedemann die Psychodynamik von Schamkonflikten und deren Bedeutung für therapeutische Beziehungen. 2013 folgte der kompaktere Band „Scham“, der inzwischen in mehreren Auflagen erschienen ist.
Im September 2025 veröffentlichte er das Buch „Enactment“. Der Begriff bezeichnet in der Psychotherapie Situationen, in denen frühere emotionale Erfahrungen und Beziehungsmuster unbewusst zwischen Patient und Therapeut erneut inszeniert werden. Das Werk verbindet theoretische Ansätze mit klinischen Fallbeispielen.
Der Psychosozial-Verlag gibt für Jens L. Tiedemann das Geburtsjahr 1967 an. Ein genaues Geburtsdatum nennt die Autorenbiografie nicht. Abhängig vom Geburtstag ist er damit im Jahr 2026 58 oder 59 Jahre alt.
Seit 2016 mit Alexa Maria Surholt verheiratet
Alexa Maria Surholt und Jens Leon Tiedemann waren bereits 28 Jahre zusammen, als sie 2016 heirateten. Ihre Beziehung begann demnach ungefähr Ende der 1980er-Jahre, lange bevor Surholt durch ihre Rolle als Verwaltungsdirektorin Sarah Marquardt in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ bundesweit bekannt wurde.
Die Schauspielerin gehört seit dem Beginn der Serie zum Ensemble. Durch ihre langjährige Fernsehrolle entstand auch das öffentliche Interesse an der Frage, wer Alexa Maria Surholts Lebensgefährte beziehungsweise Ehemann ist. Tiedemann selbst entwickelte dagegen keine Karriere in der Unterhaltungsbranche, sondern blieb in seinem psychotherapeutischen und wissenschaftlichen Berufsfeld tätig.
Trotz ihrer unterschiedlichen Arbeitswelten beschrieb Surholt die Partnerschaft als bewusst unabhängig. Beide seien beruflich viel unterwegs und hielten auch innerhalb der Ehe an persönlichen Freiräumen fest. In der gemeinsamen Wohnung habe jeder ein eigenes Zimmer, während das Schlafzimmer geteilt werde, erklärte sie in einem Interview.
Warum das Paar erst nach 28 Jahren heiratete
Eine romantische Überraschung oder ein klassischer Heiratsantrag stand nicht am Anfang der Hochzeit. Surholt und Tiedemann wollten ursprünglich bei einem Notar rechtliche und finanzielle Fragen ihres gemeinsamen Lebens regeln. Nach Darstellung der Schauspielerin erschien ihnen diese Lösung jedoch unnötig nüchtern.
Statt das Geld ausschließlich für notarielle Vereinbarungen auszugeben, beschlossen sie, ihre Verbindung mit Familie und Freunden zu feiern. Aus der zunächst klein geplanten standesamtlichen Trauung wurde ein größeres Fest in Berlin-Kreuzberg. Surholt berichtete später von einer ausgelassenen Feier, bei der getanzt, gelacht und geweint worden sei.
Die Hochzeit wurde häufig als „heimlich“ bezeichnet. Tatsächlich waren Familie und Freunde eingeweiht und bei der Feier anwesend. Nicht vorab informiert war vor allem die Öffentlichkeit. Für Surholt handelte es sich um eine private Entscheidung und nicht um ein Ereignis, das medial angekündigt werden musste.
Der gemeinsame Sohn Arthur
Alexa Maria Surholt und Jens Leon Tiedemann haben einen gemeinsamen Sohn namens Arthur. Nach aktuellen Medienporträts wurde er 2001 geboren. Tiedemann unterstützte seine Frau damals während ihrer Dreharbeiten und soll sie mit dem wenige Monate alten Kind zum Set von „In aller Freundschaft“ begleitet haben.
Arthur trat gelegentlich gemeinsam mit seinen Eltern bei öffentlichen Veranstaltungen auf, steht jedoch nicht dauerhaft im Rampenlicht. Belastbare öffentliche Angaben über seinen Beruf oder sein heutiges Privatleben sind nur begrenzt vorhanden.
Während Alexa Maria Surholt durch ihre Fernsehkarriere eine bekannte Persönlichkeit ist, wird Jens Leon Tiedemann außerhalb gemeinsamer Auftritte vor allem in psychotherapeutischen und wissenschaftlichen Zusammenhängen öffentlich sichtbar. Noch 2026 führt ihn die DGPT als Hauptreferenten ihrer Jahrestagung und Fachmann für Scham, Beschämung und Affektregulierung.
Quellen: Freie Universität Berlin – Refubium | DGPT | Psychosozial-Verlag – Autorenprofil | BUNTE | Bauer Media Group / Meins
